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Kosteneffizient Und Nachhaltig: Der Klebstoff Von Brandt Hülsen

Kosteneffizient und nachhaltig: Der Klebstoff von Brandt Hülsen

Die Zutatenliste für die Herstellung stabiler Karton- und Hartpapierverpackungen ist recht übersichtlich. Als Grundmaterial werden vor allem Zellstoff und Altpapier mit reichlich Wasser, Druck und Trocknungsluft verarbeitet. Abhängig von den gewünschten Eigenschaften werden noch weitere Zusatzstoffe integriert. Um aus dem Karton eine Verpackung zu formen, braucht es schließlich einen zuverlässigen Klebstoff.

Die Brandt Hülsen GmbH & Co. KG aus Oberleichtersbach in der Rhön hat sich auf die Herstellung von Hartpapierhülsen für verschiedenste Einsatzbereiche spezialisiert. Leim besitzt im Produktionsprozess einen wesentlichen Anteil und ist dementsprechend auch ein signifikanter Kostenfaktor. Deshalb hatte die Geschäftsleitung bereits im Jahr 2015 beschlossen, Klebstoff selbst herzustellen.

Auf der Basis von Polyvinylalkohol (PVOH) entwickelte Brandt-Mitarbeiter Gerhard Schaller schließlich das Rezept für das klebrige Produktionsmittel. Unter dem Namen Branocoll wird es seit 2018 für den Eigenbedarf produziert und zusätzlich in Gebindegrößen zwischen 250 Gramm bis zu IBC Containern als eigene Produktlinie über die Firmen-Webseite angeboten. Die Verwendung des eigenen Leims reduziert die Kosten der Hülsenproduktion für Brandt Hülsen um stattliche 35 bis 45 Prozent.

Dafür investierte der unterfränkische Familienbetrieb eine sechsstellige Summe in den Bau einer kleinen Halle mit Mischbehältern, Dampferzeuger, Pumpen und Vorratsbehältern. Dort wird der Klebstoff einmal wöchentlich produziert, wobei eine Charge von fünf Tonnen Branocoll etwa fünf Stunden dauert.

Bedenkenlos hinsichtlich Gesundheit und Umwelt

Die Vorteile des Klebstoffs beschränken sich nicht nur auf die Klebequalität und geringere Kosten. Einerseits ist er gesundheitlich unbedenklich, andererseits umweltschonend beim Altpapierrecycling, da sich die beim Ausschwemmen des Klebers im Wasserbad anfallenden Bestandteile biologisch abbauen. Somit gestaltet sich die Aufbereitung in Kläranlagen problemlos.

Im Hinblick auf den Umweltgedanken achtet der Hülsenhersteller auch in anderen Bereichen auf Nachhaltigkeit. „Wir sparen Strom, wir kaufen nur FSC-zertifiziertes Papier aus nachhaltiger Holzwirtschaft und wir halten unsere Anlagen auf dem neuesten technischen Stand, was letztlich wiederum Energie einspart“, zählt Geschäftsführerin Ilona Brandt einige Aspekte auf.

Mit dem eigenen Klebstoff hat der Betrieb jedenfalls ein effizientes Mittel in der Hand, mit dem weder die Produkte noch die Kosten „aus dem Leim“ gehen.

Foto oben: Brandt Hülsen GmbH & Co. KG

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